HecknerGroup

OPERATE · Vertiefung

Betriebsmittelplanung

Anlieferbehälter und Intralogistikbetriebsmittel – vom Bauteil im CAD bis zur Serienfreigabe, in eigener Verantwortung.

Der Behälter entscheidet, wie das Teil ankommt – und ob es am Verbauort in der Hand liegt, bevor jemand danach sucht.

Betriebsmittelplanung ist das Feld, in dem wir am längsten arbeiten. Anlieferbehälter und Intralogistikbetriebsmittel sind keine Katalogware: Jedes Bauteil stellt eigene Anforderungen an Schutz, Zugriff, Füllgrad und Ergonomie, und jeder Versorgungsprozess hat seine eigenen Prämissen. Wir entwickeln das Betriebsmittel dazu – und verantworten die Kette von der Bewertung des Bauteils im CAD bis zur Serienfreigabe.

Zwei Disziplinen

Der Weg ins Werk und der Weg im Werk

Anlieferbehälter

Planung, Entwicklung und Realisierung

Vom Lieferanten ins Werk

Der Behälter, in dem ein Zukaufteil angeliefert wird, bestimmt Transportaufwand, Umlaufbestand und den Zustand des Teils bei Ankunft. Wir planen ihn gegen die Prämissen des Versorgungsprozesses, entwickeln ihn konstruktiv und führen ihn über Ausschreibung, Musterabnahme und Werkzeugfreigabe bis in die Serie.

  • Versorgungsprozess, Varianten und Umlaufmenge
  • Füllgrad und sortenreine Lieferung
  • Transportversuch unter realen Bedingungen
  • Werkzeugfreigabe und Serienausfallmuster

Intralogistikbetriebsmittel

Entwicklung, Planung und Realisierung

Im Werk, bis an den Verbauort

Die Betriebsmittel, mit denen ein Teil zwischen Wareneingang und Verbauort bewegt, gelagert und bereitgestellt wird. Hier entscheiden Zugriff, Ergonomie und Bereitstellfläche darüber, ob ein Takt ruhig läuft – und ob sich überhaupt automatisiert handhaben lässt.

  • Bewertung des Bauteils im CAD nach Form und Beschaffenheit
  • Materialauswahl gemäß Bauteilanforderung
  • Lastenheft und Ausschreibung
  • Abnahme mit allen Schnittstellenpartnern

Prämissen

Woran sich ein Betriebsmittel messen lassen muss

Bevor konstruiert wird, steht die Frage, ob die geforderten Prämissen überhaupt umsetzbar sind. Wir prüfen sie am Bauteil – und weisen sie später am Muster nach.

Füllgrad
Wie viele Teile gehen in den Behälter, ohne dass Schutz oder Zugriff leiden? Der Füllgrad entscheidet über Transportaufwand und Umlaufbestand.
Sortenreine Lieferung
Eine Sorte je Behälter – Grundlage für Verwechslungssicherheit und für eine saubere Buchung im Wareneingang.
Wahlfreier Zugriff
Jedes Teil erreichbar, ohne umzustapeln. Fehlt das, wird aus einem Griff eine Suche.
Ergonomie
Greifhöhe, Gewicht, Griffsituation: Ein Betriebsmittel wird eine ganze Schicht lang bedient, nicht einmal vorgeführt.
Bereitstellfläche
Das Betriebsmittel muss dorthin passen, wo das Teil gebraucht wird – nicht nur auf die Ladefläche.
Automatische Be- und Entladung
Wo automatisiert gehandhabt wird, entscheidet die Geometrie des Betriebsmittels, ob die Anlage es überhaupt greifen kann.
Poka-Yoke
Falsch herum eingelegt darf nicht passen. Verwechslungssicherheit wird konstruktiv gelöst, nicht per Arbeitsanweisung.
Varianten
Ein Behälter für mehrere Teilestände – oder mehrere Behälter? Diese Entscheidung fällt früh, nicht im Hochlauf.

Die Kette

Von der Bauteilbewertung bis zur Serienfreigabe

Fünf Phasen, die wir als Paket übernehmen – nicht einzeln zuarbeiten. Was zwischen Bauteil und Serie liegt, verantworten wir durchgehend: mit benanntem Ansprechpartner, abgestimmten Terminen und einem Ergebnis, das abgenommen wird.

  1. Bewertung und Prämissen

    Am Anfang steht das Bauteil, nicht der Behälter.

    • Bewertung des Bauteils im CAD nach Form und Beschaffenheit.
    • Prüfung, ob die geforderten Prämissen überhaupt umsetzbar sind.
    • Bedarfsermittlung: Stückzahlen, Takt, Varianten, Umlaufmenge.
    • Auswahl geeigneter Materialien gemäß Bauteilanforderung.
    • Abstimmung mit den Prozesspartnern, die den Versorgungsprozess verantworten.
  2. Konzept und Konstruktion

    Hier entsteht das Betriebsmittel – in CATIA V5, bis zur Fertigungsstückliste.

    • Erstellung eines 3D-Konzeptes in CATIA V5 und Vorstellung des Konzeptes.
    • Konzeptblatt mit Detailbeschreibung und 2D-Zeichnung – abstimmbar auch außerhalb der CAD-Welt.
    • Lastenheft als verbindliche Grundlage für Ausschreibung und Abnahme.
    • Varianten und konstruktiv gelöste Poka-Yoke-Sicherungen.
    • Konstruktionsstand bis zur Fertigungsstückliste.

    Konstruktion

    CATIA V5 – vom Konzept bis zur Fertigungsstückliste

    Wir konstruieren selbst. Das Konzept entsteht als 3D-Modell in CATIA V5 und wird bis zu dem Stand geführt, mit dem ein Behälterlieferant fertigen kann – einschließlich 2D-Zeichnung und Fertigungsstückliste. Gefertigt wird beim Lieferanten; ausgeschrieben, geprüft und freigegeben wird von uns.

  3. Ausschreibung und Vergabe

    Das Lastenheft geht in den Markt – und die Angebote kommen auf den Prüfstand.

    • Auswahl geeigneter Behälterlieferanten für den Ausschreibungsprozess.
    • Prüfung der Angebote auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
    • Detailabstimmung mit den Behälterlieferanten.
    • Prüfung und Freigabe von Konstruktionsentwürfen.
    • Abstimmung und Tracking von Lieferterminen.
  4. Muster und Abnahme

    Vor der Serie steht das Muster – und davor der Termin, an dem alle am Tisch sitzen.

    • Organisation und Durchführung der Musterbehältervorstellung mit allen Schnittstellenpartnern.
    • Vorortabnahme am Einsatzort und Transportversuch unter realen Bedingungen.
    • Detaillierte Dokumentation der Ergebnisse, einschließlich der Verbesserungsvorschläge.
    • Abstimmung der Ergebnisse mit dem Behälterlieferanten.
    • Prüfung und Freigabe der finalen Konstruktionsdaten, Werkzeugfreigabe, Serienausfallmuster.
  5. Hochlauf und Betrieb

    Übergeben ist ein Betriebsmittel erst, wenn der Fachbereich damit arbeitet.

    • Liefertermintracking bis zur Anlieferung, dokumentiert.
    • Organisation der Anlieferung und Übergabe an den zuständigen Fachbereich.
    • Hochlaufadäquate Anlieferung: Mengen, die zum Hochlauf passen, nicht zur Serie.
    • Systempflege – Ablage aller Dokumente und der Kommunikation, elektronisch signiert.
    • Rückfluss in die Best Practice für das nächste Betriebsmittel.

Was Sie bekommen

Arbeitsergebnisse, die abgenommen werden

Vereinbart wird das Ergebnis, nicht der Aufwand. Das liegt am Ende vor – prüfbar, nicht nur beschreibbar.

3D-Konzept in CATIA V5
Der Konstruktionsdatensatz, mit dem Ihr Behälterlieferant arbeiten kann.
Konzeptblatt und 2D-Zeichnung
Detailbeschreibung zum Abstimmen – auch mit allen, die kein CAD öffnen.
Lastenheft
Die verbindliche Anforderung, gegen die ausgeschrieben und abgenommen wird.
Fertigungsstückliste
Jedes Teil des Betriebsmittels benannt, bemaßt und beschaffbar.
Abnahmedokumentation
Musterbehältervorstellung, Vorortabnahme und Transportversuch – Ergebnisse dokumentiert und mit dem Lieferanten abgestimmt.
Vollständige Ablage
Dokumente und Kommunikation im System, elektronisch signiert – nachvollziehbar auch Jahre später.

Fragen & Antworten

Fragen zur Betriebsmittelplanung

Was umfasst die Betriebsmittelplanung der HecknerGroup?

Die Betriebsmittelplanung der HecknerGroup umfasst Anlieferbehälter und Intralogistikbetriebsmittel über die gesamte Kette: Bewertung des Bauteils im CAD, Prüfung der Prämissen, Konzept und Konstruktion in CATIA V5 bis zur Fertigungsstückliste, Lastenheft, Ausschreibung und Auswahl der Behälterlieferanten, Prüfung und Freigabe der Konstruktionsentwürfe, Musterbehältervorstellung mit allen Schnittstellenpartnern, Vorortabnahme und Transportversuch, Werkzeugfreigabe, Serienausfallmuster sowie die hochlaufadäquate Anlieferung und die Systempflege. Übernommen wird das als Aufgabenpaket im Werkvertrag mit vereinbartem Ergebnis.

Konstruiert die HecknerGroup Anlieferbehälter und Betriebsmittel selbst?

Ja. Die Konstruktion entsteht im Haus als 3D-Modell in CATIA V5 und wird bis zu dem Stand geführt, mit dem ein Behälterlieferant fertigen kann – einschließlich Konzeptblatt, 2D-Zeichnung und Fertigungsstückliste. Gefertigt wird beim Behälterlieferanten; die Ausschreibung, die Prüfung der Angebote und die Freigabe der Konstruktionsdaten verantwortet die HecknerGroup.

Nach welchen Prämissen wird ein Anlieferbehälter geplant?

Vor der Konstruktion wird geprüft, ob die geforderten Prämissen am Bauteil überhaupt umsetzbar sind. Die wichtigsten sind Füllgrad, sortenreine Lieferung, wahlfreier Zugriff, Ergonomie, Bereitstellfläche am Verbauort, die Eignung für automatische Be- und Entladung, Verwechslungssicherheit nach dem Poka-Yoke-Prinzip sowie die Variantenfrage – ein Behälter für mehrere Teilestände oder mehrere Behälter. Nachgewiesen werden die Prämissen später an der Musterbehältervorstellung und im Transportversuch.

Übernimmt die HecknerGroup auch Musterabnahme und Werkzeugfreigabe?

Ja. Die HecknerGroup organisiert die Musterbehältervorstellung und führt sie mit allen Schnittstellenpartnern durch, nimmt vor Ort am Einsatzort ab, begleitet den Transportversuch, dokumentiert die Ergebnisse einschließlich der Verbesserungsvorschläge, stimmt sie mit dem Behälterlieferanten ab und gibt die finalen Konstruktionsdaten frei. Dazu gehören die Werkzeugfreigabe und die Bewertung der Serienausfallmuster.

Sie haben ein Bauteil, für das das Betriebsmittel fehlt?

Schicken Sie uns den Datensatz und Ihre Prämissen – wir sagen Ihnen, ob sie tragen.